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antikes Mosaik aus dem 4. JahrhundertDer Bikini im Lauf der Zeit

Altertum
Dem heutigen Bikini ähnliche Zweiteiler gab es schon lange. Dies belegen antike Wandmalereien und ein antikes Mosaik aus dem 4. Jahrhundert nach Christus im sizilianischen Bergstädtchen Piazza Armerina. Neun von ursprünglich zehn dargestellten römischen Sportschönheiten trugen Bikinis.

20. Jahrhundert
Die ersten Bade-Outfits bestanden aus Flanellkleid, Strümpfen, Pluderhosen, Hut und Segeltuchschuhen und waren nass schwerer als ihre Trägerin. Salopp gesagt: Der tödliche Badeunfall wurde zum Volkssport. Das änderte sich erst, nachdem der dänisch-amerikanische Fabrikant Carl Jantzen 1915 den Trikotstoff erfand. Gebadet wurde nun im Einteiler, dessen Ärmel und Beine immer kürzer wurden.

Zwar begannen schon seit der Jahrhundertwende Modeschöpferinnen mit dem Büstenhalter und Hüfthalter das Zeitalter des Korsetts zu verabschieden, doch bis diese den gesellschaftlichen Durchbruch schafften, verging noch einige Zeit. Erst die nach dem Zweiten Weltkrieg verfeinerte Textiltechnik und die Lockerung der gesellschaftlichen Sitten ermöglichten den Durchbruch.

Am 1. Juli 1946 warf eine US-amerikanische B-29 über dem Bikini-Atoll die erste Atombombe der Nachkriegszeit ab und leitete damit eine Testserie ein.

Die Kombination von Badeanzug und nuklearem Weltgeschehen lag sozusagen in der Luft, hatte doch wenige Wochen zuvor bereits der französische Modeschöpfer Jacques Heim die Pariser Modewelt mit einem etwas dezenteren, aber ebenfalls bauchfreien Badekostüm überrascht, das er "Atom" nannte.

Louis RéardLouis Réard, ein französischer Autoingenieur, der in den 1930er Jahren auf Bademodendesign umgesattelt hatte, präsentierte vier Tage später das Model Micheline Bernardi mit vier kleinen Stoffdreiecken bekleidet im Pariser Schwimmbad Molitor. Nun musste noch der passende Name für die Stofffetzchen her. Das Bikini-Atoll gab schliesslich den Ausschlag für die Namensgebung. Das „Tabu“ war gebrochen. Der brisante Name schlug ein wie eine Bombe.

Zum Durchbruch verhalfen den modischen Badekostümen vorerst nämlich nicht das freizügige Design, sondern die synthetischen Fasern Nylon oder Perlon. In den 1930er Jahren erfunden, waren sie während des Krieges (ausschliesslich für militärische Zwecke) produziert und weiterentwickelt worden. Die synthetischen Stoffe ermöglichten schliesslich die Fabrikation von elastischen, eng anliegenden, schnell trocknenden Badekleidern.

Der erste Bikini löste in Paris einen Schock aus. Obwohl die Schuld an dem Schock eigentlich bei der US-Armee lag. Sie hatte die Devise an die Bademodenhersteller gegeben, so wenig Stoff wie möglich zu verbrauchen, da jeder Fetzen Stoff für die Herstellung von Fallschirmen benötigt werde.

Ursula Andress in James Bond jagt Dr. NoBeim ersten James-Bond-Film „James Bond jagt Dr. No“ entstieg 1962 Ursula Andress im cremefarbenen Baumwoll-Bikini dem Meer. Die Szene sorgte für eine sprunghafte Verbreitung des Textilstücks.

Spaghettiträger gaben immer mehr weibliche Haut frei. In den folgenden Jahren wurde die Bademode immer knapper und transparenter (Tanga und String).

Monokini
1964 entwarf in Amerika der österreichische Modemacher Rudi Gernreich (1922–1985) eine weitere Steigerung von Bikini: den Monokini – in die Umgangssprache später auch als Oben ohne eingegangen, sinngemäss wurde der Verzicht auf jede Badebekleidung auch Nokini bezeichnet.

Trikini
Ein kurzlebiger Modegag der 1960er Jahre war der Trikini. Wie der Name suggeriert, handelte es sich dabei um einen Dreiteiler. Da dabei jede Brust einzeln von einem Teil ohne Bänder bedeckt wurde, gestaltete sich die Befestigung schwierig und war nur durch Adhäsion (bezeichnet das Haften zweier Stoffe oder Körper aneinander) oder Klebstoff möglich. Obwohl optisch ansprechend, hat er - weil unpraktisch - das Experimentalstadium der Modefotografie wohl nie verlassen und sich nicht durchsetzen können.

Tankini
Ein Tankini ist ähnlich wie ein Bikini eine Badebekleidung für Damen. Er besteht wie auch der Bikini aus zwei Teilen: Hose und Oberteil. Die Hose unterscheidet sich nicht von einer Bikinihose. Das Oberteil bedeckt allerdings im Gegensatz zum Bikini noch einen Teil des Bauches, wie ein "Tank-Top", daher auch der Name.

 

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